Aus astrologischer Sicht:
Beginn der US-Militärschläge gegen Afghanistan
7. Oktober 2001, 20.57 Uhr, Kabul, AFG
In unserem Beitrag zum Terroranschlag vom 11. September 2001 verwiesen wir auf die bereits in unserer Jahresvorschau beschriebenen heftigen, spannungsgeladenen Konstellationen hin, die sich in der internationalen Krisensituation offenbaren.
Wir hielten fest, der Ernst der Stunde sei unverkennbar und die einzige Milderung wäre Diplomatie der besonderen Art und sollte erste Priorität einnehmen, sonst könnte sich eine Spirale der Gewalt mit schlimmsten Folgen entwickeln. Wir betonten aber, dass die spannungsreiche Konstellation am Himmel noch anhält und kriegerische Handlungen wahrscheinlich sind. Dieses Szenario hat sich leider bewahrheitet. Saturn im Zeichen Zwillinge liess jedes diplomatische Vorgehen und Verhandeln versiegen, und Pluto im Spannungswinkel zu Saturn entfaltete sein Machtgehabe und mobilisisierte seine gigantisch die Welt verändernden Kräfte.
Zeitpunkt der Ballungskraft-Entladung war der 7. Oktober 2001 um 20.57 Uhr über Kabul, AFG, als der AC dort auf 20 Grad Zwillinge stand, kurz nach der Saturn/Pluto-Opposition. Der Mond kam zu dieser Zeit wieder auf Saturn und auf die Mondknotenachse zurück, und die Opposition von Jupiter und Mars ist ein wahrlich kriegerischer Aspekt, denn Mars gilt als Angreifer, Jupiter lässt auf Sieg hoffen, und er pokert gern zu hoch. Man konnte erwarten, dass bei dieser Konstellation eine Antwort der USA auf die Terroranschläge geschehen würde, obwohl es wegen des Sonntagabends gerade dann niemand vermutete. Offenbar spielte hier das aufkommende schöne Wetter für den Beginn des Militärschlags eine grosse Rolle. Der Mond lief zu dieser Zeit nicht nur wieder auf den ernsten Saturn zu, sondern auch auf die kommunikative Mondknotenachse, so wie am 11. September beim Angriff aufs Pentagon und die Zwillingstürme.
Der Mond steht für das Volk, Saturn für die Härte und Kargheit, d. h. das Volk hat den Preis der Krieges zu tragen. Grundsätzlich fühlt sich der Mond beim hart ermahnenden Saturn nicht wohl, und vollends nicht in Opposition zu Pluto auf der Achse "Zwillinge-Schütze".
Schicksalhaft steht im Geschehnis-Horoskopbild auch der Schwarze Mond – kurz nach der Spitze des 10. Hauses, das die Öffentlichkeit symbolisiert. Der kriegerische Mars ist noch bis 28. d. M. im harten Steinbock und rückt dann ins Wassermannzeichen vor. Wassermann liebt das Unerwartete, Unkonventionelle, Neue und Uranus, sein Herrscher, kennzeichnet sich als Reformer, Erfinder oder Revolutionär. Vielleicht kommen neue Handlungsweisen auf, zumindest bei der Berührung mit Neptun, der in der zweiten Oktoberhälfte wie auch Merkur wieder voranläuft. Auch Uranus wird am 30. Oktober wieder direktläufig und dadurch mehr Wirksamkeit entfalten.
Mars stand noch vor kurzem in Konjunktion mit Nessus, dem neuentdeckten Kentauren-Kleinplanet, dem man aufgrund seines mythologischen Namensvetters nicht viel Gutes zutraut, der aber sonst noch wenig erforscht ist.
Der Mondknoten bewegt sich in die Wissens-Glaubens-Achse Zwillinge-Schütze hinein. Damit ist es klar, dass es um weltweite Weltanschauungskämpfe geht, die nicht sehr friedlich ausgetragen werden, wie es dem Thema an sich entspräche. Pluto im feurigen Schützen liebt schärfere Geschütze.
Die Zwillings-Schütze-Achse, auf der sich die schwierige und sich wiederholende Oppositionsspannung Saturn-Pluto befindet, gilt auch als Kommunikations-Achse, also auch für die der Medien. Offensichtlich, dass bisher die einzigen, die von der Situation profitierten, die Medien sind, speziell der jetzt weltweit bekannte arabische TV-Sender Al-Dschasira, doch lässt die Besetzung dieser Achse auch Hoffnung auf Verständigung aufkommen, sobald Merkur wieder vorwärts läuft. Wir hoffen auf den Sieg von Menschlichkeit mit Hilfe des Merkurverstandes. Dann wird die mit der Mars-Jupiter-Opposition aufgekommene Kriegswut hoffentlich eine kurze Episode bleiben.
Wie bereits in unseren Monatstendenzen Oktober und November angetönt, bleibt die Lage weiterhin gespannt – insbesondere anfangs November, wenn die Saturn/Pluto-Opposition nochmals exakt wird. Zum letzten Mal geschieht dies im kommenden Frühsommer. Diese Konstellation wird dann zusammen mit anderen ungünstigen Stellungen von Planeten eine besondere Kraft entfalten. Doch bereits im Oktober rückt Merkur wieder an dieselbe Stellung wie am 11. September. Von Merkur allerdings erhoffen wir Hilfe durch die Möglichkeit klaren Denkens.
Hoffnung besteht auch deshalb, weil der Angriffsbeginn ins kardinale Luftzeichen Waage fiel im Trigon zu Saturn in Zwillinge, dem beweglichen Luftzeichen, und Sonne außerdem im Trigon zum Mond stand, sowie Venus im Trigon zu Mars und Sonne im Sextil zu Pluto. Neptun und Uranus sind ebenso in einem Luftelement zugehörigen Zeichen, doch Wassermann ist ein fixes Zeichen und die beiden geistigen Planeten wandern sehr langsam vor- und rückwärts, so dass aus dem angekündigten zehnjährigen Kriegszustand eine verwandelte Welt hervorgehen könnte. Noch nie hat jemand einen zehnjährigen Krieg angekündigt. Das dürfte auch eine wassermännisch-uranische Neuerscheinung sein.
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